{"id":261,"date":"2023-11-18T14:31:12","date_gmt":"2023-11-18T14:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ecovations.de\/?page_id=261"},"modified":"2023-12-01T10:44:29","modified_gmt":"2023-12-01T10:44:29","slug":"jacomac","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ecovations.de\/?page_id=261","title":{"rendered":"Jacomac"},"content":{"rendered":"\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>In einem fernen Land namens Saurifanien wohnten vor langer, langer Zeit f\u00fcr unsere Augen ungew\u00f6hnliche Kreaturen: die Saurifanten. Sie lebten fr\u00f6hlich in den Tag hinein. Sie hatten keine Feinde und der Tag k\u00fcsste sie jeden Morgen lieblich aus dem Schlaf. Nie brauchten sie etwas zu tun, worauf sie nicht auch Lust gehabt h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Sie spielten miteinander, wann sie wollten und a\u00dfen von den ihnen zahlreich dargebotenen Fr\u00fcchten der Natur, wenn immer sie die Lust dazu \u00fcberkam. Sie rauften und vers\u00f6hnten sich, schliefen &#8211; das taten sie besonders gern -, schwammen im nahegelegenen Fluss, tanzten und machten Musik. Wenn sie einmal zu nichts Lust hatten, und am liebsten \u00fcberhaupt nicht da gewesen w\u00e4ren &#8211; so etwas gab es nat\u00fcrlich auch -, so schluckten sie einfach ein Plumsbeere vom Plumsbeerbaum und &#8211; zack!- waren sie unsichtbar.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>So lebten sie von Jahr zu Jahr und alles w\u00e4re auch weiterhin so gut gelaufen, wenn nicht eines Tages die b\u00f6sen Kl\u00f6nx aus dem Nachbartal von ihnen geh\u00f6rt h\u00e4tten. Die Kl\u00f6nx konnten sich \u00fcber nichts freuen, weil man ihnen das Lachen gestohlen hatte.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p>Als diese erfuhren, wie gl\u00fccklich die Saurifanten in den Tag hinein lebten, konnten sie keine Ruhe mehr finden. Wenn sie schon keinen Spa\u00df haben durften, so sollte auch kein anderer welchen haben d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kl\u00f6nx konnten aber nicht nur b\u00f6se umherschauen. Sie konnten auch meterweit und geradezu unsichtbar schnell mit ihren Spiralbeinen springen. Zudem konnten sie einen ekligen, klebrigen Schleim abgeben, der in Sekundenschnelle alles verklebte. Die Kl\u00f6nx konnten es kaum abwarten, den Saurifanten ihr Gl\u00fcck zu nehmen und machten sich sofort auf den Weg, Saurifanien zu erobern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Saurifanten feierten gerade das Ende eines weiteren wundervollen Tages, als urpl\u00f6tzlich eine ganze Meute dieser b\u00f6sen Gesch\u00f6pfe im Schutze der D\u00e4mmerung auf sie herniederfiel. Ruckzuck verklebten sie alles, was sich auf der Erde bewegte. Das ging so schnell, dass auch nicht einer unserer gutm\u00fctigen Zeitgenossen sich h\u00e4tte wehren k\u00f6nnen, geschweige denn zu einer Plumsbeere hatte greifen k\u00f6nnen, um sich unsichtbar zu machen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p>Dieser schauerliche Alptraum schlug wie ein Blitz ein. Doch waren wirklich alle Saurifanten von diesem Blitz getroffen worden? Nein! Einen hatten die Kl\u00f6nx in ihrem Eifer \u00fcbersehen, da er zur Zeit des \u00dcberfalls auf einem Plumsbeerbaum sa\u00df und schlief: Den kleinen Jacomac.<\/p>\n\n\n\n<p>Als er aufwachte und die Katastrophe um sich herum bemerkte, \u00fcberkam ihn ein schauerliches Gef\u00fchl und er wurde schrecklich traurig dar\u00fcber, seine Freunde so erstarrt vor sich zu sehen. Doch nach einer Weile beruhigte er sich wieder und fasste den Entschluss, seine Freunde zu befreien.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schutze der Nacht, die inzwischen \u00fcber Saurifanien hereingebrochen war, schlich er sich ganz leise und behutsam vom Baum herunter, an den wachenden Kl\u00f6nx vorbei und verschwand im Wald.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wusste instinktiv, dass es nur einen gab, der ihm helfen konnte: Vater Zottelbart, ein alter weiser Artgenosse, der sich in eine H\u00f6hle auf einem fern abgelegenen Berg zur\u00fcckgezogen hatte, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Jacomacs Weg f\u00fchrte \u00fcber Wiesen und W\u00e4lder, Fl\u00fcsse und Berge. Doch der Weg war sehr lang f\u00fcr unseren kleinen Jacomac. Darum musste er sich unterwegs auf einer Waldlichtung hinsetzen und fiel sofort in einen tiefen Schlaf.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgeweckt wurde er am n\u00e4chsten Morgen durch eine sanfte, tiefe Stimme: &#8220;Hey Du! Was macht so ein s\u00fc\u00dfes Wesen wie Du denn so ganz allein in dieser einsamen Gegend?&#8221; Das Nilpferd Knautschzone hatte sich zu Jacomac gesellt, w\u00e4hrend er schlief.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>Jacomac erz\u00e4hlte ihm sein Schicksal &#8211; von den b\u00f6sen Kl\u00f6nx und von dem Ziel seiner Reise. Knautschzone h\u00f6rte aufmerksam zu und betrachtete dabei Jacomac mitleidig. \u201eLass&#8217; mich Dir helfen, Kleiner! Ich kenne diese Gegend hier gut. Alleine schaffst Du es nicht zum alten Zottelbart. Man kann sich hier leicht verirren.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Knautschzone bot unserem kleinen Saurifanten seinen R\u00fccken an. Jacomac setzte sich erfreut darauf und das Nilpferd trabte vorw\u00e4rts in Richtung des Berges, auf dem der weiseste aller Saurifanten lebte.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p>Am Mittag des n\u00e4chsten Tages kamen die beiden an der Bergh\u00f6hle an, in der der alte Zottelbart wohnte. Der Alte empfing sie herzlich. Nachdem sich alle drei zu einem gem\u00fctlichen Tee gesetzt hatten, fing der kleine Jacomac noch einmal an, seine Geschichte zu erz\u00e4hlen. Vater Zottelbart h\u00f6rte erstaunt und zugleich missmutig zu. Als Jacomac fertig war, sagte der Greise nur: &#8220;Lasst mich einen Moment \u00fcberlegen&#8221; und lief einige Touren im Kreis, wo ihm schon so manche gute Idee gekommen war. Irgendetwas brabbelte er dabei in seinen Bart hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einiger Zeit stoppte er und begann zu reden: &#8220;Ich denke, es gibt nur eine M\u00f6glichkeit, unsere lieben Br\u00fcder und Schwestern zu befreien &#8230;&#8221; und erz\u00e4hlte ihnen von einer Blume, die auf dem Grund des Ozeans lebte und mit ihrem Singen alles um sich herum fr\u00f6hlich stimmen konnte. &#8220;Deshalb nennt man sie auch die Blume des Lachens.&#8221; Vielleicht k\u00f6nnten dem nicht einmal die Kl\u00f6nx standhalten. &#8220;Ich kann aber leider nicht mitgehen, so gerne ich auch w\u00fcrde. Ich bin zu alt f\u00fcr solche Abenteuer und w\u00e4re euch bestimmt nur im Weg.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Aber Zottelbart,&#8221; meinte Jacomac, &#8220;ich kann doch gar nicht schwimmen. Wie soll ich die Blume holen?&#8221; Doch es gab ja noch unseren Freund Knautschzone. Das Nilpferd war ein vorz\u00fcglicher Schwimmer.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die beiden, Knautschzone und Jacomac, gingen zum gro\u00dfen, weiten Ozean. Jacomac setzte sich an den Strand, w\u00e4hrend Knautschzone nach der Blume tauchte. Das Nilpferd konnte unter Wasser nicht wirklich viel sehen, aber es konnte einen sch\u00f6nen Klang vernehmen, der aus einiger Entfernung zu h\u00f6ren war.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgte der Stimme und schon bald stand das Tier vor der Pflanze, die so sch\u00f6n singen konnte. Es bestand kein Zweifel, dass es sich hierbei um die Blume des Lachens handelte. &#8220;Hallo Blume, wir brauchen etwas von Deiner Fr\u00f6hlichkeit in unserem Land.&#8221; sagte Knautschzone und erz\u00e4hlte ihr die ganze Geschichte vom b\u00f6sen \u00dcberfall auf Jacomacs Freunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese, ger\u00fchrt von dem harten Schicksal der lieben Saurifanten, sagte ohne gr\u00f6\u00dferes Z\u00f6gern ihre Hilfe zu. Sie griff in ihr Korallenhaus, holte ihren Topf und stieg hinein. Knautschzone hielt sie mit seinem Kringelschwanz fest, tauchte mit ihr auf und schwamm zur K\u00fcste. Jacomac wartete dort schon ganz ungeduldig auf sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen ritten sie nun in Richtung Saurifanien und die Blume sang ihre sch\u00f6nsten Lieder, die im ganzen Tal widerhallten. Die B\u00e4ume und Str\u00e4ucher lie\u00dfen ihr Bl\u00e4ttergewand tanzen und Eichh\u00f6rnchen, Rehe und andere Waldtiere umsprangen fr\u00f6hlich die 3 Reisenden auf ihrem Weg zu den Kl\u00f6nx.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich unsere Helden nun singend Saurifanien n\u00e4herten, konnte man auf den Gesichtern der Kl\u00f6nx einen seltsamen Ausdruck beobachten. Der grimmige Mund verzog sich zu so etwas wie einem L\u00e4cheln, als sie den wundervollen Klang der Blumenlieder vernahmen. Die Schleimf\u00e4den, die die gefangenen Saurifanten erstarren lassen hatten, zerschmolzen langsam aber stetig. Wie Schnee, wenn der Fr\u00fchling kommt. Die Kl\u00f6nx verstanden auf einmal gar nicht mehr, warum sie jemals b\u00f6se auf irgend etwas sein konnten, wo doch alles so nett und sch\u00f6n um sie herum war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Saurifanten vergaben ihren Angreifern, als sie sahen, dass die Kl\u00f6nx v\u00f6llig ver\u00e4ndert waren und ihre Taten selbst nicht mehr verstehen konnten. Am Abend feierten dann alle zusammen ein Freudenfest: die Kl\u00f6nx, die Saurifanten, Jacomac, Knautschzone, die Blume des Lachens und alle Tiere der Umgebung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, so nahm denn letztendlich diese Geschichte noch einen guten Verlauf. Man darf einfach nur nicht die Hoffnung aufgeben, nicht wahr?<\/p>\n\n\n\n<p><em style=\"font-size: smaller\">[Diese Geschichte basiert urspr\u00fcnglich auf einer Idee von <a href=\"http:\/\/fsg3.de\/\">Karen Schmidt<\/a> und Jasmin Kiani :)]<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem fernen Land namens Saurifanien wohnten vor langer, langer Zeit f\u00fcr unsere Augen ungew\u00f6hnliche Kreaturen: die Saurifanten. Sie lebten fr\u00f6hlich in den Tag hinein. Sie hatten keine Feinde und der Tag k\u00fcsste sie jeden Morgen lieblich aus dem Schlaf. Nie brauchten sie etwas zu tun, worauf sie nicht auch Lust gehabt h\u00e4tten. 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